Österreichische Segelbundesliga - Neusiedlersee

Finale am Neusiedlersee – Neue Boote, neues Spiel

Am bevorstehenden Freitag, 21. August, startet am Neusiedlersee der zweite und finale Event der Österreichischen Segel-Bundesliga sponsored by SAP. Und die Karten werden dabei völlig neu gemischt. Gesegelt wird auf auf der Lago 26, auf der das Zusammenspiel der Mannschaft auf den Punkt passen muss.

Gejagt wird an diesem Wochenende der aktuelle Tabellenführer, der Union Yacht Club Mondsee, der alles daran setzen wird, am Sonntag den Meisterpokal zu stemmen. Der Bregenzer Segel Club liegt derzeit auf dem 7. Tabellenrang und startet in das zweite und finale Event mit Steuermann Klaus Diem und der Crew um Jonas Bemetz, Valentin Bemetz, Alexander Giesinger und Martin Jäger.

„Wir sind vorbereitet“, lässt Christoph Skolaut, Teamleader des Union Yact Club Mondsee, verkünden. Er selbst kann nach dem höchst erfolgreichen Auftakt am Traunsee beim Finale nicht dabei sein: „Wir haben auf dem Boot bereits trainiert und sind so gut darauf eingespielt, dass wir die Manöver durchbesprechen können. Statt mir wird am Neusiedlersee meine Frau Susanne steuern, mein Bruder Georg gibt die Taktik vor.“ Und diese ist klar definiert, Christoph Skolaut: „Segeln was wir können, kämpfen bis zum Schluss.“

Nur einen Punkt hinter dem UYCM liegt aktuell der Yacht Club Bregenz mit Max Trippolt am Steuer. Die Vorarlberger sieht Christoph Skolaut auch als größte Konkurrenten auf den Titel: „Sie sind klarer Favorit.“ Doch auch mit den am Neusiedlersee beheimateten Teams wird zu rechnen sein.

Kruse: „Wollen unter Top 2.“

Allen voran dem auf Rang 3 liegenden Burgenländischen Yacht Club. Teamleader Clemens Kruse wirft eine erste Kampfansage Richtung UYCM und YCB aus: „Unser Ziel ist am Ende eine Top 2 Platzierung. Wir wollen unbedingt im Herbst an der Champions League teilnehmen.“ Und das dürfen nur der Meister und Vize-Meister der Österreichischen Segel-Bundesliga sponsored by SAP.

Dass das finale Event der heurigen Saison in ihrem eigenen Revier ausgestragen wird, sieht Kruse nicht als zusätzlichen Vorteil: „Das Heimspiel ist kein Vorteil. Wir dürfen von Anfang an keine Punkte liegen lassen.“ Wie die meisten ihrer Konkurrenten, nutzten auch die Burgenländer die Möglichkeit um auf der Lago 26 zu trainieren. Für Clemens Kruse hat sich dabei eines herauskristallisiert: „Das spannendste ist, als Team sauber zu fahren und keine Fehler zu machen trotz der Hektik bei fünf Leuten an Bord und gleichzieitg fünf Booten am Wasser.“

Fehler minimieren

Manche Teams kennen die Lago 26 zusätzlich aus der Match Race Tour. Sowohl Max Trippolt als auch Clemens Kruse sind in diesem Format bereits mit dem Boot gesegelt. Im Vergleich zur Laser SB 20 befinden sich fünf statt drei Teammitglieder an Bord. Zudem verrät Christoph Skolaut: „Für kurze Kurse ist die Lago 26 nicht optimal beschlagen. Genau das wird es aber so spannend machen – Wer macht die wenigsten Fehler? Wer kommt mit den Bedingungen am Ende am besten zurecht? Das tolle ist ja, dass die Bedingungen für alle gleich sind.“

Die Technik

Nach der höchst erfolgreichen Premiere bei der Österreichischen Segel-Bundesliga sponsored by SAP am Traunsee, bei der erstmals das hochmoderne Analysetool SAP Sailing Analytics zum Einsatz kam, stehen den Teams und Fans auch am Neusiedlersee wieder alle Vorteile des Systems zur Verfügung.

Mit SAP Sailing Analytics werden alle wichtigen Daten über Geschwindigkeiten, Distanzen und Wind während eines Rennens direkt von den Segelbooten aufgezeichnet. Durch Aufzeichnung der Wettfahrten werden schnelle und fundierte Simulationen und Prognosen in Echtzeit für die Optimierung von Wettkampftaktiken möglich.

Auch für die Zuschauer und Segelsportbegeisterte bedeutet der Einsatz des neuen Tools einen echten Mehrwert. Dank der Visualisierungen in Echtzeit sorgt es für völlig neue Einblicke und macht den Profisegelsport auch an Land hautnah zum Erlebnis.

Zur Verfügung gestellt wird das Tool vom Premium - Liga - Sponsor SAP, weltweit führendes Technologieunternehmen und seit Jahren im Segelsport engagiert. Ziel ist es, die Sportart sichtbarer, verständlicher, spannender und leistungsfähiger zu machen. Auf www.sapsailing.comkann jeder Segelinteressierte die Rennen mitverfolgen.

Als zweiter namhafter Sponsor ist der deutsche Bekleidungshersteller Marinepool als „offizieller Bekleidungspartner“ ebenfalls von Anfang an mit an Bord.

 

Alle Informationen auf www.segelbundesliga.at

 

Österreichische Segel – Bundesliga sponsored by SAP

21. – 23. Ausgust 2015

Bundesleistungszentrum des Österreichischen Segelverbandes

Seegelände 10 / Segelhafen Ost, 7100 Neusiedl am See

 

Wettkampfmodus: 

Der Grundgedanke der neuinstallierten Segel-Bundesliga sponsored by SAP heißt „jeder Verein segelt gegen jeden und das in möglichst vielen Kombinationen“. Im ersten Jahr wurden 15 Startplätze vergeben. Jeder der 15 teilnehmenden Vereine stellt dafür ein Kaderteam, das maximal 16 SeglerInnen umfasst. 

An jedem Ligawochenende treten alle Vereine gegeneinander an. In gelosten Gruppen von jeweils fünf Kaderteams wird in identischen Booten (heuer Laser SB 20 am Traunsee und Lago 26 am Neusiedler See) in Kurz-Rennen gegeneinander um Punkte gesegelt. Ein Rennen wird auf rund 15 Minuten ausgelegt. Nach drei Rennen ist jeder Verein einmal gesegelt und damit eine Runde absolviert. Die Boote werden getauscht, genauso auch die Zusammensetzung der nächsten drei Rennen. Ein Bundesliga-Event geht insgesamt von Freitag bis Samstag, also über drei Regattatage

Der Wettkampf in den zur Verfügung gestellten, einheitlichen Booten ist nicht nur für die Sportler, sondern aufgrund der zu erwartenden knappen und kurzen Rennen auch für die Zuschauer interessant. Wer ist am schnellsten, wer manövriert am besten, wer hat die optimale Taktik am Regattakurs in unmittelbarer Ufernähe – so ist ein maximaler Spannungsaufbau garantiert. 

Im Gegensatz zu herkömmlichen Regatten können die Teams zur jeweiligen Anzahl an Seglern am Boot auch zwei Ersatzleute pro Wochenende nominieren. Vergleichbar dem Eishockey oder Handball kann nach jeder Wettfahrt beliebig gewechselt werden, um sich damit Wind- und Wetterverhältnissen optimal anzupassen. Natürlich stehen dadurch auch völlig neue taktische Varianten im Segelsport zur Verfügung. 

In Anlehnung an das Vorbild Fußballbundesliga sind auch die verwendeten Begrifflichkeiten gängig: es gibt eine Liga - Tabelle, ebenso wie einen Meisterteller. Dem Sieger der Gesamtwertung wird der Titel „Österreichischer Meister“ verliehen.