West-Ost 2019

Die Vorbereitungen für die heurige West Ost hatten natürlich schon Anfang des Jahres begonnen. Dabei hatten wir entschieden, heuer hinsichtlich der Erinnerungs- und Wertungspreise einen neuen Weg einzuschlagen und diese Preise selbst anzufertigen, stellt dieser Posten doch die größte finanzielle Belastung für den Club dar. Markus Nigsch und Urs Hämmerle zeigten sich sehr  kreativ und entschieden sich für Schlüsselanhänger aus Leder in Form des Bodensees als Erinnerungspreis und für Preise aus Holz für die Sieger (siehe Fotos). Um dies auch bewerkstelligen zu können, wurde ein Lasergerät angeschafft, chinesisches Fabrikat mit chinesischer Gebrauchsanleitung, keine Ahnung, wie es Markus gelungen ist, das Gerät zum Laufen zu bringen und damit die Preise zu produzieren bzw. das von Rudi Wacker entworfene Design zu lasern. Auf Grund des Zeitdruckes wurde bis tief in die Nacht gewerkelt, großen Dank insbesondere an Markus.

Einlaufliste

Ergebnis


120 Meldungen lagen zum Meldeschluss vor, bis zum Tag der Wettfahrt wurden es dann 150. Unter Berücksichtigung der Wettervorhersage ( Hitzeschlacht mit wenig Wind und danach heftige Gewitter ), ein zufriedenstellendes Meldeergebnis.

Am Freitag Nachmittag wurde auf dem Parkplatz das 30x10m große Zelt bei brütender Hitze aufgestellt. Dank vieler Helfer war dies nach 3 Stunden vollbracht, nachdem wir jedoch zuerst ein widerrechtlich abgestelltes Fahrzeug abschleppen lassen mussten.

WFL Josef Bitsche und Martin Jäger waren am Vorabend der Regatta in Konstanz, um Segelanweisungen zu verteilen (die meisten haben sich diese allerdings aus dem Internet downgeloadet), Fragen zu beantworten und die letzten Nachmeldungen entgegen zu nehmen.

Josef schickte am Samstag um 07.00 Uhr mit Hilfe der Konstanzer Segler die Flotte bei leichtem Südwind auf die Strecke quer über den See nach Bregenz, dort wartete auf dem Zielschiff ( der " Pfüat di" der Familie Nigsch ) ein kleines, aber effektives Team ab 09.00 Uhr auf die ersten Ankömmlinge. Nach und nach tauchten die ersten Silhouetten hinter dem Rheindamm auf, man konnte die Wild Lady und die Katamarane ausmachen. Der Wind wehte leicht, nur langsam näherte sich die Spitze der Bregenzer Bucht. Im Ziel herrschte Südwind, doch die Flotte erreichte diesen nicht, der Westwind behielt am See die Oberhand und wurde zunehmend stärker. Erstmals gelang es Wolfgang Palm mit seiner "Wild Lady", alle Katamarane zu schlagen, nach 4 Stunden und 36 Minuten querte er als schnellstes Boot der Flotte die Ziellinie, nicht ganz eine Minute vor dem ersten Katamaran. Die 4 Katamarane lieferten sich einen spannenden Endkampf, innert 1 1/2 Minuten waren sie im Ziel, faszinierend.

Durch den immer stärker werdenden Westwind ging es dann Schlag auf Schlag,  um 15.30 war das letzte Schiff der 145 gestarteten Boote im Ziel, Alle waren happy ob der rauschenden Fahrt bei Sonnenschein durch die Bregenzer Bucht.

Das schöne Wetter und der herrliche Wind veranlassten leider viele Teilnehmerr sogleich den Rückweg in den Heimathafen anzutreten, weshalb die Bewirtung im Zelt nicht überstrapaziert wurde, schade für unseren Wirt Dietmar. Die Entscheidung der Seglerinnen und Segler ist allerdings nachvollziehbar, war doch ein  heftiges Gewitter für 19.00 Uhr angesagt, welches dann auch pünktlich über den See zog und ordentliche Regenmengen bescherte.

Nach einer kurzen Protestverhandlung und der zügigen Auswertung durch Martin Jäger konnte Präsident Hanspeter Simma programmgemäß um 21.00 Uhr die Preisverteilung vornehmen, nun war das Zelt bei strömendem Regen prall gefüllt. Es hat sich wieder einmal gezeigt, ohne Zelt ist eine derartige Veranstaltung nicht durchzuführen.
Dank großzügiger Spende der Hypo Bank konnten wir an das schnellste Schiff nach Yardstick einen Sonderpreis in Höhe von 300,- vergeben, zweckgebunden für die Jugendabteilung des Vereins des Preisträgers. Dieser war sehr erfreulich Andi Lochbrunner vom LSC auf unserem ehemaligen Clubschiff " Elfe", Andi ist zudem auch Passivmitglied im BSC. Besser hätte es nicht passen können. Insbesondere die Preisträger der vermeintlich langsameren Yardstickgruppen machten gute Stimmung, waren sie doch alle glücklich, die West Ost wieder einmal bei gutem Wind und schönem Wetter innerhalb des Zeitlimits zu Ende segeln zu können. Das motiviert für die nächsten Jahre.

Traditionell wird 30 West Ost Teilnehmern am Sonntag Vormittag die Besichtigung der Festspielbühne angeboten, Hanspeter Simma hat nach einem kleinen Aperitiv an der Führung über die spektakuläre Rigoletto Bühne als BSC Vertreter teilgenommen. Ein Zusatzangebot für die Segler, das sehr gut ankommt.

Plagte uns beim Zeltaufbau die Hitze, so störte beim Abbau der Regen. Unter professioneller Anleitung des Zeltbauers gelang es uns jedoch dank vieler helfender BSC Mitglieder das Zelt innert 1 Stunde abzubauen und auf dem Transporter zu verstauen. Toll, was im Team alles möglich ist.

Fazit: eine gelungene Veranstaltung des BSC dank der Hilfe Vieler, allen voran Markus Nigsch, der unendlich viele Stunden investierte.